Extras für Leser
Lieder aus „Die Tochter des Zementbarons“
In „Die Tochter des Zementbarons“ kommen einige Lieder vor, die damals so gesungen wurden. Damit ihr euch sie besser vorstellen könnt, habe ich zusammengestellt, was ich online finden konnte. Viel Spaß beim Anhören!
Zum Hören: Höre dir die Lieder am besten im Zusammenhang mit dem Buch an. Ohne den Gesamtkontext können sie missverstanden werden. Und sei vorsichtig in den Kommentaren unter den Videos, da tummeln sich interessante Zeitgenossen. 🙂
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Heil dir im Siegeskranz
Text aus dem Buch
Heil dir im Siegerkranz,
Herrscher des Vaterlands!
Heil, Kaiser, dir!
Wir alle stehen dann
mutig für einen Mann,
kämpfen und bluten gern
für Thron und Reich!
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Arbeiter-Marseillaise
Text aus dem Buch
Wohlan, wer Recht und Wahrheit achtet,
zu unsrer Fahne steh allzuhauf!
Wenn auch die Lüg uns noch umnachtet,
bald steigt der Morgen hell herauf!
Ein schwerer Kampf ist’s, den wir wagen,
zahllos ist unsrer Feinde Schar.
Doch ob wie Flammen die Gefahr
mög über uns zusammenschlagen,
nicht fürchten wir den Feind,
stehn wir im Kampf vereint!
Marsch, marsch, marsch, marsch
Und sei’s durch Qual und Not,
für Freiheit, Recht und Brot
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Die Internationale
Die vierte Strophe, die im Roman steht, fehlt leider in dieser Version – die Melodie könnt ihr euch aber anhören.
Text aus dem Buch
Mit Schlachtenrausch will man uns blenden,
Doch zwischen uns soll Friede sein!
Den Dienst verweigert, ihr Soldaten,
Gewehre hoch, durchbrecht die Reih’n!
Wenn drauf bestehen die Kannibalen,
Das mit dem Mordstrahl kämpfen wir,
So sollen sie es bald erfahren,
Auf wen wir richten das Visier!
Die Serben sind alle Verbrecher
Der Link führt euch zur ARD Audiothek.
Text aus dem Buch
Die Serben sind alle Verbrecher,
Ihr Land ist ein finsteres Loch,
Die Russen sind noch viel schlechter,
Aber Dresche kriegen sie doch.
Die Russen sind alle Verbrecher,
Die Engländer fehlen bloß noch.
Die Franzosen sind auch nicht viel besser,
Aber Keile, aber Keile kriegen sie doch.
Die Russen sind alle Verbrecher,
Die Russen gehören ins Loch,
Die Engländer sind noch viel frecher:
Drum verhau’n, drum verhau’n wir sie doch.
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Trotz alledem
Auch hier konnte ich keine Version mit der Textvariante aus dem Buch finden – die Melodie könnt ihr euch aber anhören.
Text aus dem Buch
Ob Armut euer Los auch sei,
hebt hoch die Stirn, trotz alledem!
Geht kühn den feigen Knecht vorbei,
wagt’s, arm zu sein trotz alledem!
Trotz alledem und alledem,
trotz niederm Plack und alledem,
Der Rang ist das Gepräge nur,
der Mann das Gold trotz alledem!
Denn ob der Reichstag sich
blamiert professorhaft, trotz alledem!
Und ob der Teufel reagiert
mit Huf und Horn und alledem
Trotz alledem und alledem,
trotz Dummheit, List und alledem –
Wir wissen doch: Die Menschlichkeit
behält den Sieg trotz alledem!
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Weißt du wie viel Sternlein stehen
Text aus dem Buch
Weißt du, wie viel Sternlein stehen,
dort am hohen Himmelszelt?
Weißt du, wie viel Wolken gehen,
weithin über alle Welt?
Gott der Heiland hat sie gezählet,
dass ihm auch nicht eines fehlet
An der ganzen großen Zahl,
an der ganzen großen Zahl.
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Argonnerwald, um Mitternacht
Text aus dem Buch
Argonnerwald, um Mitternacht
Ein Infantrist steht auf der Wacht,
Ein Sternlein hoch am Himmel stand,
Bringt ihm ein‘ Gruß aus fernem Heimatland.
Und donnernd dröhnt die Artillerie,
Wir stehen vor der Infantrie,
Granaten schlagen bei uns ein,
Der Franzmann will in unsre Stellung rein.
Der Sturm bricht los, die Mine kracht,
Der Pionier steht auf der Wacht,
Bis an den Feind schleicht er heran
Und zündet gleich die Handgranate an.
Die Infantrie steht auf der Wacht,
Bis dass die Handgranate kracht.
Im Sturme geht’s dann auf den Feind,
Mit Hurra nehmen wir die Stellung ein.
Der Franzmann schreit: Pardong, Mosjöh;
Hebt beide Hände in die Höh‘,
Er flehet unsre Gnade an,
Die wir Deutschen ihm gewähren dann.
Argonnerwald, Argonnerwald,
Ein großer Friedhof bist du bald,
In deinem moos’gen Schoße ruht
So manches tapfere Soldatenblut.
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Wer nur den lieben Gott lässt walten
Text aus dem Buch
Wer nur den lieben Gott lässt walten
Und hoffet auf Ihn allezeit
Der wird Ihn wunderlich erhalten
In aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott dem Allerhöchsten traut
Der hat auf keinen Sand gebaut.
Was helfen uns die schweren Sorgen?
Was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, dass wir alle Morgen
Beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
Nur größer durch die Traurigkeit.
Man halte nur ein wenig stille
Und sei doch in sich selbst vergnügt
Wie unsres Gottes Gnadenwille
Wie sein’ Allwissenheit es fügt
Gott, der uns ihm hat auserwählt
Der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.
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Harre, meine Seele
Text aus dem Buch
Harre, meine Seele, Harre des Herrn!
Alles ihm befehle,
Hilft er doch so gern.
Sei unverzagt,
Bald der Morgen tagt,
Und ein neuer Frühling
Folgt dem Winter nach.
In allen Stürmen,
In aller Not
Wird er dich beschirmen,
Der treue Gott.
Harre, meine Seele,
Harre des Herrn!
Alles ihm befehle,
Hilft er doch so gern.
Wenn alles bricht,
Gott verlässt uns nicht;
Größer als der Helfer
Ist die Not ja nicht.
Ewige Treue, Retter in Not,
Rett auch unsre Seele,
Du treuer Gott
Noch mehr zum Roman
Für die historisch Interessierten habe ich außerdem alle Quellen zusammengestellt, die nicht mehr ins Buch gepasst haben.